Pico del Teide – Daten und Fakten

Besucher der kanarischen Insel Teneriffa entdecken den Pico del Teide schon von weitem bei der Anreise mit dem Flugzeug. Mit seinem kahlen, oft schneebedeckten Gipfel hebt sich der Berg deutlich aus dem Inselmassiv hervor. Der Pico del Teide ist 3 718 Meter hoch und somit nicht nur der höchste Berg der kanarischen Inseln, sondern die höchste Erhebung des gesamten spanischen Staatsgebiets. Mit den kleineren Gipfeln, die den Pico del Teide umgeben, umfasst die gesamte Bergregion eine Fläche von 18 990 Hektar auf dem Gebiet der nördlich des Gipfels gelegenen Gemeinde La Orotava. Der drittgrößte aller Inselvulkane der Welt befindet sich in der Mitte der breiten, südlichen Hälfte der Insel und ist weitgehend von fruchtbaren Hochebenen und Tälern umgeben.

Aufgrund seiner einzigartigen Natur und Gesteinsformationen wurde das gesamte Gebiet des Pico del Teide bereits im Jahr 1954 zu einem schützenswerten Nationalpark erklärt. Im Jahr 2007 nahm die UNESCO den Nationalpark Pico del Teide in das Weltnaturerbe auf.

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Der Nationalpark Pico del Teide – beliebt bei Wanderern und Naturfreunden

Das imposante Bergmassiv des Pico del Teide zog seit je her Wanderer und Bergsteiger an. Bereits im Jahr 1582 wurde der Gipfel des Vulkans erstmals von dem Briten Sir Edmund Scory bestiegen. Heute besuchen in jedem Jahr zwischen drei und vier Millionen Touristen den beliebten Nationalpark auf Teneriffa. Um die imposante Natur des Bergmassivs vor den großen Besucherscharen zu schützen, wurden in den 1990er Jahren Wildhüter eingesetzt. Sie sind ständig präsent und achten darauf, dass die schützenswerte Natur zwischen den ausgewiesenen Wanderwegen unberührt bleibt. Die Zufahrt mit dem Auto ist ausschließlich auf den ausgewiesenen, befestigten Straßen möglich und das Radfahren ist im Nationalpark gar nicht erlaubt. Um den Gipfel des Pico del Teide besteigen zu dürfen, bedarf es einer besonderen behördlichen Genehmigung. In dem gesamten Nationalpark und auf dem Pico del Teide selbst finden Besucher ein weit verzweigtes Wanderwegenetz.

Der Pico del Teide ist nicht einfach ein Vulkan

Trotz seiner runden, kegelförmigen Erscheinung handelt es sich beim Pico del Teide nicht einfach um einen Vulkan mit der typischen Krater-Öffnung am Gipfel, wie es bei vielen anderen Vulkanen ist. Vielmehr ist der Pico del Teide ein Schichtvulkan, der einem deutlich höheren, rund 170 000 Jahre alten Ur-Vulkan und den Eruptionen mehrerer kleiner Vulkane entstand. Die Magmakammer dieses ursprünglichen Vulkans brach aufgrund schnell aufeinander folgender Entleerungen in sich zusammen und ließ einen 600 Meter hohen Fels-Halbkreis, eine Caldera, zurück, der einen Durchmesser von 17 Kilometern hat. Dieses Gebiet trägt heute den Namen Las Cañadas und bildet den Ursprung des kegelförmigen Teidemassivs, das sich nördlich der Caldera bildete. Zuerst entstand der Pico Viejo, an dessen Gipfel sich ein Krater mit einem Durchmesser von 800 Metern befindet. Erst danach entwickelte sich aus immer wieder neuen Lava- und Gesteinsanhäufungen einer größeren Anzahl von Vulkanen, die sich in dem Gebirge bildeten, der Pico del Teide. Da das Material, das aus den einzelnen Kratern floss oder heraus geschleudert wurde, von unterschiedlicher Beschaffenheit ist, zeigt der Pico del Teide eine außergewöhnliche geologische Vielfalt, die an vielen Stellen deutlich erkennbar ist. Sie reicht von dem hellen, extrem porösen Bimsstein bis hin zu sehr dunklen Lavaschichten. Den Gipfel des Pico del Teide bildet der etwa 200 Meter hohe Piton, der ebenfalls durch den Ausbruch eines älteren Kraters entstand.

Zum letzten Vulkanausbruch am Pico del Teide kam es im Jahr 1909 an dem kleineren Vulkan Chinyero. Innerhalb der Caldera brach zuletzt im Jahr 1798 ein Vulkan an den Narices des Teide aus, die sich am Rand des westlich des Teide-Gipfels gelegenen Vulkans Pico Viejo mit einer Höhe von 3 134 Metern befinden.

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